Artenkenntnis ist eine der ganz wesentlichen Grundlagen für den Naturschutz. Deutschlandweit werden entsprechende Spezialistinnen und Spezialisten, die über das notwendige Detailwissen verfügen, um Arten bei Untersuchungen der biologischen Vielfalt unterscheiden und erfassen zu können, immer weniger. Seit langem wird die Erosion der Artenkenner diskutiert und thematisiert. Das Projekt FörTax setzt bei seiner Initiative für mehr Artenkenntnis auf die Förderung und Ausbildung von interessierten jugendlichen Schülerinnen und Schülern, bietet aber auch Angebote für Erwachsene und startet mit einer umfassenden Analyse der Situation.

Im Projekt FörTax haben sich das Bonner Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, die DELATTINIA – Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes und die Fachdidaktik Biologie der Rheinische Friedrich Wilhelms Universität Bonn zusammengeschlossen, um einen Beitrag zu leisten, der Erosion an Artenkennerinnen und Artenkennern zu begegnen. Denn nicht nur die biologische Vielfalt schwindet seit Jahren, auch das Wissen über die Arten und ihre ökologischen Ansprüche ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Dem Artensterben und der großen Herausforderungen der Biodiversitätskrise kann jedoch ohne echte Artenkenntnis, also zum Teil über Jahre- oder Jahrzehnte erworbenes (z.T. sehr regionalspezifisches) Expertenwissen über Arten und ihrer Ökologie nicht erfolgreich entgegengewirkt werden. Die drei Verbundpartner nehmen diesen Fachleutemangel seit Jahren in ihrer Forschungs-, Naturschutz- und Bildungsarbeit wahr und haben im Verbundvorhaben FörTax verschiedene Maßnahmen geplant, diese Situation zu verändern.

SAKA Team komplett

Seit 01. Mai ist unser Team jetzt komplett. Montags nach dem Maifeiertag verbrachte Nicole Haag unsere präparationstechnische Assistentin ihren ersten Arbeitstag im alten Zechengebäude in Landsweiler-Reden. Wir freuen uns, dass…

Projekt: Carnivore Pflanzen

Nachdem das Thema Groß- und Kleinkatzen abgeschlossen wurde, geht es auf Wunsch der Jugendlichen mit dem Thema „carnivore Pflanzen“ weiter.
Besonders interessieren sie sich dafür, in welchen Pflanzengruppen carnivore Pflanzen vorkommen, wo diese verbreitet sind und welchen Umweltbedingungen sie ausgesetzt sind.
Außerdem schauen sie sich genauer an, welche Fangmethoden carnivore Pflanzen nutzen, um ihren Nährstoffbedarf abzudecken. Denn die Jugendlichen haben gelernt, dass der Boden auf dem diese Pflanzen wachsen kaum Nährstoffe enthält.
Daraus entwickeln sich immer weitere Fragen: Wie locken diese Pflanzen ihre Beute an? Wie funktioniert die Verdauung? Wie vermehren sich diese Pflanzen?
An all diesen Fragen arbeiten die Jugendlichen des FörTaxClubs gerade.

Um einige dieser Fragen besser beantworten zu können und nicht nur theoretisch daran zu arbeiten, erhielten sie ein Starterset für carnivore Pflanzen. Hier können die Jugendlichen die Entwicklung der Pflanzen selbst beobachten und erwischen sie eventuell in flagranti beim Beutefang.

Es geht los!

Am 16. April wird unser erster virtueller Kurs stattfinden. Tiere kennenlernen: Einführung in das Beobachten, Sammeln und Bestimmen, das sind die wesentlichen Inhalte des Kurses, der sich an Interessierte richtet,…