Spezialkurs: Epiphytische Moose
14 Mai - 14:00 - 16 Mai - 17:00
Free
Im dreitägigen Spezialkurs Epiphytische Moose werfen wir, wie der Name schon besagt, einen genaueren Blick auf die Moose, die auf anderen Pflanzen wachsen.
Epiphytische Moose wachsen in allen gehölzbestandenen Lebensräumen, teilweise auch im Siedlungsbereich und hier besonders auf Friedhöfen und in Parks. Bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts war die epiphytische Moosflora durch SO2-Immissionen, dem so genannten sauren Regen, sehr stark verarmt. Viele Epiphyten waren verschwunden, besonders in den stärker industriell geprägten Räumen. Ab ca. 1995 änderte sich die Situation wieder allmählich – es kam zur Wiederbesiedlung der epiphytenarmen Bereiche, auch durch vorher (scheinbar) ganz verschwundene Arten. Bis heute nehmen viele Epiphyten weiter zu. Andere Arten, die mit den sauren Niederschlägen und der daraus resultierenden Versaurung der Borken der Gehölze gut zurecht kamen und die in den 1980er Jahren vergleichsweise häufig waren, wie Dicranoweise cirrata oder Dicranum tauricum, gehen dagegen deutlich zurück.
Neben mehreren Arten, die auf der FFH-Anhangliste II verzeichnet sind, können zudem atlantische Arten, die sich seit einigen Jahren von Südwesten her kommend in Deutschland ausbreiten, einen Anreiz geben, sich näher mit epiphytischen Moosen zu beschäftigen. Letztere Arten sind ein guter Indikator für die geänderten klimatischen Rahmenbedingungen der letzten Jahre an.
In dem dreitägigen Kurs wollen wir uns die epiphytischen Moose näher anschauen. Besonderen Schwerpunkt legen wir hierbei auf die Familie der Orthotrichaceae (Gattungen Orthotrichum, Ulota und Zygodon) natürlich ohne die anderen epiphytisch wachsenden Moose zu vernachlässigen.
Kurstermine:
- Donnerstag, 14.05.2026 14:00-18:00 Uhr
- Freitag, 15.05.2026 10:00-18:00 Uhr
- Samstag, 16.05.2026 10:00-16:00 Uhr
Anmeldung: hier ab 14.04.2026.
Bestimmungskurs
Spezialkurs Epiphytische Moose


