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Workshop Kartierung Moose

02 Dezember - 06 Dezember

Free

Anfang Dezember widmen wir uns eine halbe Woche der Bryologie!

Im Rahmen unserer Mooskurse veranstalten wir einen Workshop und Moosbotanik Wochenende in der Eifel. Zielgruppe sind alle Teilnehmenden der Vertiefungskurse und Spezialkurse Moose der Saarländischen Akademie für Artenkenntnis.

Schwerpunkt wird die Einführung in die Erfassung der Moose im Rahmen von Raster- und Lebensraumkartierungen sein, mit Aktualisierung und Ergänzung des Moosinventars der Rasterfeldquadranten der TK25 5805, 5706 und 5705. Darüberhinaus sollen Vorkommen bundesweit gefährdeter und seltener Moosarten in der Region bestätigt werden.

Die Region um Geroldstein ist geologisch sehr vielfältig. Hier haben sich vor allem Sedimente aus dem Unter- und Mitteldevon gut erhalten. Die unterdevonischen Schichten bestehen aus kalkarmen Gesteinen: Schiefer und Grauwacke; das Mitteldevon hat vor allem kalkreiche Ablagerungen hervorgebracht: kalkhaltige Tone (Mergel) und Kalksandsteine. Letztere haben Gerolstein berühmt gemacht; Korallen lebten in den heutigen Riffen der Munterley und Hustley, Seelilien wuchsen in der Brandungszone des heutigen Mühlenwäldchens und Trilobiten fanden ein Massengrab in der Nähe des heutigen Dorfes Gees. Lange Zeit waren die „Trilobitenfelder von Gees“ begehrtes Sammelgebiet für diese Fossilien – bis eine Grabungsverbot und die Ausweisung als NSG dies stark eingeschränkt hat. Im Trias gab es in der Eifel erneut eine Sedimentationsphase. In der Umgebung von Gerolstein führte dies zur Ablagerung von sandigen Sedimenten des Buntsandsteins, z. B. südlich der Stadt in den Wäldern rund um den Heidkopf. Dort, wo dieser poröse Sandstein auf dem mitteldevonischen Mergel aufliegt, treten Quellstellen auf, z. B. die Quellen des Rassbachs und im Moß.

Basaltblockschutt bei Birresborn – Foto: Thomas Schneider

Im Tertiär und Quartär bis hin zum frühesten Holozän gab es in der Eifel vulkanische Aktivitäten. In der Eifel sind viele Eruptionsherde bekannt, die eine Vielfalt an Laven, Tuffen, vulkanischen Sanden, Vulkanen und gut erhaltenen Kratern hinterlassen haben. Einige Eruptionen lieferten ausschließlich flüssige Produkte, wie die Hagelskaule, die einen Lavastrom zwischen Auberq und Munterley hervorbrachte (wo heute die Straße von Gerolstein nach Roth (K47) bzw Oberbettingen verläuft), wodurch damals sogar der Fluss Kyll aufgestaut wurde.

Andere Ausbruchstellen lieferten nur festes Material und bilden heute noch Mulden in der Landschaft, wie die Papenkaule, etwas nördlich von Gerolstein. Sie wird als Krater einer reinen Gasexplosion, ohne Wassereinfluss, gedeutet. Die nach der Expolsion aufdringende Lava hat hier nie die Oberfläche erreicht. Sie ist unterirdisch, in Hohlräume des verkarsteten Dolomitgesteins der Munterley abgeflossen.

Das Exkursionsgebiet umfasst damit eine große Fülle an Gesteinen und Landschaftsformen, ebenso eine große Vielfalt an Vegetation, also auch viele Moose, bedingt durch die große Vielfalt an Substraten: trockene und feuchte Kalkfelsen, nährstoffarme und nährstoffreiche Wälder, Basaltfelsen in der Sonne und im Schatten, Blockschutthalden, trockene vulkanische Sande, Quellgebiete und Bäche, Moore, Schwemmlandablagerungen entlang u. a. des Oosbach und der Kyll sowie „natürliche“ Eiskeller mit charakteristischen Mikroklimate in den Eishöhlen bei Birresborn.

Exkursionsleitung: Thomas Schneider, Claudia Schneider, Steffen Caspari

Termin: Mittwoch, 02.12.2026 bis Sonntag 06.12.2026

Anmeldung: hier ab Montag, 02.11.2026

Details

Beginn:
02 Dezember
Ende:
06 Dezember
Eintritt:
Free
Veranstaltungskategorien:
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